SPD Lautertal
Traditionsreich – Gegenwärtig – Zukunftsorientiert

Meldung:

15. Februar 2016
SPD Reichenbach

Reichenbach verändert sich

Die SPD Reichenbach hatte zu einem Rundgang in der Dorfmitte eingeladen, um sich einige Projekte anzusehen, die das Ortsbild und die Infrastruktur Reichenbachs verändern. Reichenbachs SPD Vorsitzender Marco Mazza begrüßte vor dem alten Rathaus zahlreiche Gäste unter ihnen Friedel Mink, der über die laufenden Baumaßnahmen sowohl am Gasthaus Zur Traube als auch an der ehemaligen Jugendherberge und der alten Volksbankfiliale informieren wollte. Ferner wurde Helmut Lechner willkommen geheißen, der zusammen mit dem englischen Investor Brian Brennan die Vermarktung des Trautmann Hofs angekurbelt hatte. Ortsvorsteher Heinz Eichhorn hieß seine Kollegen aus Beedenkirchen, Werner Heist, sowie aus Elmshausen, Tobias Pöselt willkommen. Ausführlich ging Eichhorn auf die „Einfache Stadterneuerung“ ein, die mit dem Antrag der Gemeindevertretung bereits 1995 ihren Anfang genommen hatte. Allerdings wurde dieser erst 2004 vom Land Hessen positiv entschieden. Zu den Kosten in Höhe von über einer Million Euro gewährte Hessen 700.000 Euro an Zuschüssen. Dieses Programm habe erfreulicherweise bei zahlreichen privaten Hausbesitzern Sanierungen initiiert. Der Ortsvorsteher verwies dabei auf Anwesen an der Nibelungenstraße, am Falltorweg und in der Friedhofstraße. Auch das Rathaus von 1840 profitierte von den Geldern. Von den Gesamtkosten der Sanierung von 480 000 Euro hatte das Land Hessen 320 000 Euro übernommen. Als weitere Objekte wurden die evangelische Kirche genannt, der Parkplatz auf dem Gelände des abgerissenen „Weyhrauch-Hauses“ und vor allem das Traditionsgasthaus „Zur Traube“, das von der Familie Mink 2002 erworben und seitdem ständig saniert werde.
Eichhorn hob auch die hohe Lebensqualität in dem Lautertaler Ortsteil hervor, die in einem Projekt der Technischen Universität Kaiserslautern mit der Note 1a bewertet worden sei. Dadurch, so der Ortsvorsteher weiter, habe der Bevölkerungsrückgang gestoppt werden können. Wohnen sei hier günstiger als an der Bergstraße und der Ort biete fast alles, was auch junge Familien bräuchten, wie Kindergarten und Schule, Metzger und Bäcker sowie medizinische Versorgung.
Über die Situation der Traube und weiterer Projekte der Familie Mink im Dorf gab Friedel Mink Auskunft, der die Gastwirtschaft und das Gästehaus an seinen Sohn Wolfgang übergeben habe. Seinen Raumausstattungs Betrieb führe jetzt Sohn Andreas. Er selbst könne sich so verstärkt um die Sanierung der ehemaligen Volksbank- und Jugendherberge Gebäude widmen. In ersterem soll ein Café entstehen und in der oberen Etage eine Logopädie-Praxis. Als Ergänzung zum schon bestehenden Gästehaus, das mehr für Wanderer gedacht sei, könnten die etwas größeren Räumlichkeiten der ehemaligen Jugendherberge auch Familien aufnehmen. Sobald man sich mit dem Denkmalschutz einig werde, könnte auch die Fassade der Traube fertiggestellt werden. Mink betonte, dass all diese Maßnahmen aus Kostengründen nur zu verwirklichen seien, da man fast alles selbst mache. Erfreut sei er über den positiven Zuspruch, den seine Familie mit dem Angebot in der Traube seit der Übernahme erfahre.
Beim weiteren Rundgang wurden über den „Zehnes-Parkplatz“ die Baustellen an der Jugendherberge und der gegenüberliegenden ehemaligen Volksbank erreicht. Hier zeigte Mink die fast fertiggestellten Praxisräume, die sicher noch an einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt würden.
Über eine Verbindungstreppe zwischen dem Trautmannshof und dem zukünftigen Café gelangte die Gruppe in den Hof der heutigen Anlage für seniorengerechtes Wohnen. Dort gab Helmut Lechner einen kurzen Abriss über die Entwicklung dieses Projekts. Nachdem der Besitzer des ehemaligen Bauernhofs, Philipp Trautmann, 2008 gestorben war, habe sein englischer Freund und Lautertal-Fan Brian Brennan das Anwesen erworben. Nach Beratung mit Städteplanern habe man die Idee für barrierefreies Wohnen verfolgt. Auch hier habe es immer wieder Probleme mit dem Denkmalschutz gegeben, seien hohe Abrisskosten bei den verfallenen Stallungen und Scheune entstanden und habe es Parkraumprobleme gegeben. Um diese zu lösen habe Brennan noch die Jugendherberge gekauft, deren Abriss das Denkmalamt zugestimmt habe. Da das Ganze von England aus schwierig zu verwirklichen war, suchte man einen neuen Investor, der, wie man sehen könne, das Vorhaben entgegen aller Unkenrufe aus der Bevölkerung verwirklicht habe, betonte Lechner. Seinen Ausklang fand der Rundgang im „Brunnenstübchen“.

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