SPD Lautertal
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Meldung:

16. Dezember 2015

Ehrungsabend der SPD Reichenbach

„Gute Arbeit in der ersten Halbzeit“ bescheinigte die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht beim Ehrungsabend der Reichenbacher Sozialdemokraten den SPD-Ministern in der Bundesregierung. „Die zweite Hälfte der Legislaturperiode wird aber schwieriger, auch weil sich einer aus dem Süden ständig hervortun will“, meinte Lambrecht zum „Störfeuer“ des bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer.
Als Erfolge bezeichnete sie unter anderen die Einführung des Mindestlohnes, die Gleichstellung von Mann und Frau und die Mietpreisbremse. Den Bundestagsbeschluss, Soldaten in den Einsatz gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu entsenden, wertete Lambrecht als „richtige Entscheidung“. Sie habe dafür gestimmt, auch weil sie „nicht tatenlos zugucken kann, wenn Frauen und Kinder entführt, vergewaltigt und getötet werden.“ Die SPD-Kreisvorsitzende lobte die Arbeit von Außenminister Hans Walter Steinmeier, der die „total verfeindeten Gruppen im Krisengebiet“ mit großem Einsatz an einen Tisch bringe und vielleicht ein Ende der Auseinandersetzung erreichen könne.
Ihrer „gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst“ ist sich nach eigenen Aussagen die Landtagsabgeordnete Karin Hartmann. An der CDU-geführten Hessischen Landesregierung gäbe es viel zu kritisieren. Die SPD-Opposition im Landtag verzichte aber oft darauf, auch weil sie das Land Hessen wieder voranbringen wolle, das unter dieser Landesregierung teils hoffnungslos zurückgefallen wäre.
Hartmann rief dazu auf, den Fortbestand des Luisenkrankenhauses in Lindenfels zu unterstützen. Verwundert zeigte sie sich darüber, dass der Hessische Sozialminister nach einem Antwortschreiben an sie, „17.000 Unterschriften für den Erhalt von Luise nicht entgegennehmen wolle. Er fühle sich dafür nicht zuständig.“ Hartmann bezeichnete dies als ein „recht seltsames Verhalten eines Ministers“, der sich eigentlich mit aller Kraft für die Erhaltung der Krankenhausversorgung im ländlichen Raum einsetzen müsse.
Über Ärger mit der politischen Konkurrenz berichtete auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser. Statt realistische politische Alternativen zu entwickeln, wolle die CDU „Geld zum Fenster rauswerfen.“ So habe sie allen Ernstes vorgeschlagen, statt 250.000 Euro Verkaufserlös für eine Fläche im Gewerbegebiet einzustecken, sich mit 100.000 Euro für den Verkauf des Bauhofes zu begnügen, den Bauhof im Gewerbegebiet anzusiedeln und somit auf 250.000 Euro zu verzichten. Kaltwasser stellte als wichtigste Lösungen der letzten Jahre die Sanierung der Gemeindefinanzen, die Vereinbarungen mit der Evangelischen Kirchengemeinde über die Trägerschaft der Kindergärten und die Übergabe des Bauhofes an den Kommunalverband Mittlere Bergstraße (KMB) heraus.

Fünf langjährige Mitglieder der Reichenbacher SPD ehrte die Kreisvorsitzende der Partei, Christine Lambrecht. Zusammen mit der Landtagsabgeordneten Karin Hartmann, Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, sowie den SPD-Vorsitzenden Wolfgang Hechler (Lautertal) und Marco Mazza (Reichenbach) händigte sie Urkunden, Anstecknadeln, Weinpräsente und Blumensträuße an die Damen aus.
30 Jahre gehört Ursula Walter der Partei an. Die Reichenbacherin trat im April 1985 in die SPD ein und gehörte von 2001 bis 2005 dem Ortsbeirat an. Im Vereinsleben war sie besonders als stellvertretende Vorsitzende des SSV engagiert.
Drei Monate später als Walter wurde Helga Dohme Mitglied der Sozialdemokraten. Sie arbeitete von 1985 bis 1990, dann wieder von 2001 bis 2002 im Vorstand der SPD Reichenbach als Beisitzerin mit und ist seit 2002 Rechnerin der Partei. Im Vorstand der SPD Lautertal war sie von 2006 bis 2008, Gemeindevertreterin von 1989 bis 1993, von 2001 bis 2011 und ist seit 2011 Erste Beigeordnete der Gemeinde.
30 Jahre ist auch Ernst Lech Mitglied der SPD. Lech war lange Jahre Vorsitzender des SSV, bevor er kommunalpolitisch aktiv wurde. Er kandidierte für den Ortsbeirat und die Gemeindevertretung, ist seit 2014 im Vorstand der SPD Reichenbach und Ortsgerichtsschöffe.
Architekt und Dipl. Ingenieur Uwe Füchtenkordt trat im Juli 1985 in die SPD ein, arbeitet seit 1993 im Vorstand der SPD Reichenbach mit und war von 1997 bis 2006 Mitglied der Gemeindevertretung. Seit 2011 gehört er dem Ortsbeirat an. Im Arbeitskreis Partnerschaft Europäischer Gemeinden (APEG) ist er Leiter der englischen Sektion.
Schon 55 Jahre ist Franz Mink Mitglied der SPD. Der Polizeibeamte i. R. trat im Januar 1960 ein. Nach seiner Rückkehr aus Lampertheim arbeitet er seit 1990 im Vorstand der SPD Reichenbach mit, kandidierte vielfach „auf den hinteren Plätzen“ für Ortsbeirat und Gemeindevertretung und war über 20 Jahre bei allen Wahlen in den Wahlvorständen.
Umrahmt wurde der Ehrungsabend im SSV-Vereinsheim durch ein spannendes Bingo-Spiel, bei dem Joachim Walter die Nase vorn hatte und den Hauptpreis gewann.

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