SPD Lautertal
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Meldung:

20. Oktober 2015

Mehr als 500 Menschen kämpfen für „Luise“

Mehr als 500 Demonstranten brachten am Montag erneut ihren Unmut über die angedrohte Schließung des Luisenkrankenhauses in Lindenfels zum Ausdruck. Zahlreiche Redner kritisierten die Entscheidung der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und forderten ein Umdenken. Für die Menschen in ländlichen Regionen müssten die gleichen Chancen zum Erhalt ihrer Gesundheit gegeben sein, wie in den Ballungszentren. Schon jetzt wären bis zu den Krankenhäusern lange, lebensbedrohende Wege zurückzulegen, die sich nach einer Schließung von „Luise“ noch verlängerten.
Wie schon vor drei Jahren bei den Demos im Bürgermeisterwahlkampf drängten sich auch diesmal die Christdemokraten an die Spitze der Bewegung. In langen, weitgehend inhaltslosen Reden versuchten sie, anderen die Schuld für die Entwicklung in die Schuhe zu schieben. Dabei „vergasen“ sie wieder einmal, dass die CDU die Mehrheit im Bundestag, im Landtag und im Kreistag hat und sie in der Gesundheitspolitik die Weichen hin zu den sogenannten „kostendeckenden“ Einrichtungen gestellt hat. Und kostendeckend bedeutet in unserer Volkswirtschaft schlichtweg, dass Einrichtungen, die rote Zahlen schreiben, platt gemacht werden.
Da machte der Redebeitrag des Chefarztes der Eleonorenklinik in Winterkasten schon mehr Sinn. Dr. Hans-Peter Filz schlug vor, an die ausgelastete Klinik mit ihrer guten Infrastruktur ein kleines Krankenhaus anzubauen, um gemeinsam Synergieeffekte nutzen zu können. Wohl ist dieser Vorschlag inzwischen auch nicht mehr ganz jung, doch aufgrund der Entwicklung im Luisenkrankenhaus wieder hochaktuell und wäre vielleicht die Lösung des Problems.
An der Demonstration nahmen neben Bürgermeister Michael Helbig, Erstem Stadtrat Otto Schneider, Fraktionsvorsitzendem Stefan Ringer und der Kreistagsabgeordneten Petra Thaidigsmann auch zahlreiche Gewerkschafter teil. Unter ihnen Regionssekretär Horst Raupp, Kreisvorsitzender Franz Beiwinkel, der frühere Gewerkschaftssekretär Werner Hunkeler, sowie die Vorsitzenden des DGB Lautertal/Lindenfels, Heinz Eichhorn und Ingo Thaidigsmann. Wohl kam der DGB diesmal nicht auf die Rednerliste, doch sicherten ihre Vertreter der Belegschaft ihre volle Unterstützung zu. (Text: SPD Lautertal, Foto: Walter Koepff, dem auf diesem Weg für die Überlassung des Bildes gedankt wird)

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