SPD Lautertal
Traditionsreich – Gegenwärtig – Zukunftsorientiert

Meldung:

14. September 2015

Einwohnerzahlen steigen wieder

Der Trend hat sich umgekehrt. Erstmals seit vielen Jahren steigen die Einwohnerzahlen in Lautertal wieder, obwohl der Gemeinde durch Fachleute ein drastischer Rückgang prophezeit wurde. Aktuell beträgt die Zahl der mit Erstwohnsitz im Tal gemeldeten Bürger 7.212, ein Mehr von 67 gegenüber dem Vorjahr.
Nur noch zwischen 6.000 und 6.400 Einwohner sollten nach den Prognosen der Frankfurter Planergruppe ASL bald in der Großgemeinde leben. Und wie vorausgesagt, gingen die Zahlen in den letzten Jahren auch kontinuierlich zurück: 7.154 waren es 2012, 7.145 ein Jahr später. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass der Rückgang langsamer erfolgte, als ursprünglich angenommen (siehe BA vom 03. Juli 2014). Jetzt konnte der Trend mit einer leichten Steigerung auf 7.212. nicht nur gestoppt, sondern sogar umgekehrt werden.
Ganz offensichtlich profitiert die Gemeinde mehr als erwartet vom „Speckgürtel“ Hessische Bergstraße und dem Run auf die umliegenden Städte und Gemeinden. So hat insbesondere Darmstadt in den letzten Jahren um rund 30.000 Einwohner zugelegt. Auch entlang der Bergstraße und in dem angrenzenden Bensheim siedeln sich immer mehr Menschen an. Diese Attraktivität hat Auswirkungen auf das Umland, besonders auch auf den vorderen Odenwald.
So stieg die Einwohnerzahl in dem Bensheim am nächsten gelegenen Ortsteil Elmshausen in drei Jahren von 1.338 auf 1.359. Hier dürfte sie bald weiter steigen, wenn das große Baugebiet „Im Schmelzig“ bebaut und besiedelt ist. Auch im Nachbardorf Reichenbach konnte der Bevölkerungsrückgang gestoppt werden und pendelte sich die Zahl der Bürger in den letzten Jahren bei rund 2.520 ein. Mit der Fertigstellung des „Trautmannshofes“ mit 22 neuen Wohneinheiten im Herbst dürften auch hier die Zahlen steigen.
Ohne Neubaugebiete überraschend zugelegt hat der Ortsteil Lautern. Er profitierte von Umwandlungen im früheren Gewerbegebiet Marienberg. Drei weniger Einwohner als noch vor drei Jahren hat Beedenkirchen mit 632. Dafür stieg die Zahl mit einem Neubaugebiet in Staffel um 15 auf 97, während in Schmal-Beerbach sieben Menschen weniger und in Wurzelbach exakt die gleiche Anzahl wie vor drei Jahren leben. Zusammengerechnet hat Beedenkirchen mit seinen drei Ortsteilen heute fünf Einwohner mehr als noch vor drei Jahren.
Gleich um 33 Einwohner zugelegt haben Gadernheim einschließlich Raidelbach - und das noch ohne die Auswirkungen des Neubaugebietes „Schneiders Feld“. In den beiden Dörfern leben heute 1597 Bürgerinnen und Bürger. Weniger gut sieht es nur in den Höhengemeinden Knoden und Schannenbach aus, in denen die Gesamtzahl leicht von 222 auf 218 zurückging.
Günstig beeinflusst wurde die Entwicklung der Einwohnerzahlen in Lautertal aber nicht nur durch die Nähe zur Bergstraße. Wichtig war vor allem der Erhalt und der Ausbau der örtlichen Infrastruktur. So steht den Bürgern nahezu alles, was er zum Leben braucht, direkt vor der Haustür zur Verfügung: Ärzte, Zahnärzte, Altenpflege, Apotheken, Krankenhäuser und Kliniken (gleich sieben in nächster Umgebung), Kirchen, Kindergärten und Schulen, Sportstätten, Naherholungsgebiete, Handwerk, Dienstleistungen, Einkaufsstätten aller Arten und Größenordnungen, Gaststätten und ein breit gefächertes Vereinsleben.
Mit dieser von ihr auch mit beeinflussten, erfreulichen Entwicklung kann die Gemeinde erst einmal aufatmen. Bei einer Konstanz oder gar einer Steigerung der Einwohnerzahlen dürfte sich die „Auslastungsfrage“ für Kindergärten, Schulen und der Wasserversorgung nicht in der befürchteten Größenordnung stellen. Eine leicht steigende Einwohnerzahl sollte auch zumindest gleichbleibende Einkommensteuererträge für die nächsten Jahren garantieren und somit Planungssicherheit für die gebeutelte Schutzschirmkommune. Diese Planungssicherheit dürften mit den jüngsten Zahlen jetzt auch die örtlichen Händler und Handwerker haben.

SPD Lautertal

Sitemap