SPD Lautertal
Traditionsreich – Gegenwärtig – Zukunftsorientiert

Meldung:

Reichenbach, 19. Februar 2015
SPD Reichenbach

Energiewende auch in Lautertal möglich (Teil 1)

Vorstellung einer Luftwa&<b>776;rmepumpe
+Archivfoto: Vorstellung einer Luftwärmepumpe

Weitgehend „heimlich, still und leise“ hat sich nach Ansicht der SPD im Dorf die Nutzung der Energie verändert. Statt der früher ungebremsten Verwendung von Atomstrom, wären in den letzten Jahren eine Fülle von Sparmaßnahmen umgesetzt und alternative Energien genutzt worden.

In ihrer Zusammenkunft im alten Rathaus listeten die Sozialdemokraten die Maßnahmen auf. So würde hier kaum ein neues Haus gebaut werden, das nicht wärmegedämmt wäre. Auch alte Gebäude erhielten zunehmend einen Wärmeschutz, sowie Doppel- und Dreifach-Fensterverglasungen. Brennwertkessel und somit die Einsparung von Heizöl wären bei Umrüstungen der Heizungsanlagen der Normalfall.

Die meisten örtlichen Firmen stellten heute ihre Energie zum Teil selbst her. „Spitzenreiter“ wäre die „Reichenbacher Apparatebau GmbH“, die über 80 Prozent ihres Bedarfes selbst decke. Auch bei der Verwendung von Elektrogeräten und der Beleuchtung achteten die Nutzer verstärkt auf einen niedrigeren Verbrauch, oftmals aufgeklärt durch die Stromlieferanten. Erst im letzten Jahr habe die Gemeinde ihre Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgerüstet und sei das alte Schulhaus aus 1955 wärmegedämmt worden.

In „ständiger Veränderung“ würden sich die genutzten Energiearten befinden. Ein Vorreiter bei der Nutzung der Sonnenenergie sei der frühere Vorsitzende der Reichenbacher SPD, Jürgen Hölzel, gewesen. Schon Ende der 1990-er Jahre habe er eine Fotovoltaikanlage, die wohl „älteste Anlage Lautertals“, auf seinem Hausdach anbringen lassen und mit ihr seinen Verbrauch von Festbrennstoffen bis zu 35 Prozent reduziert. In Spitzenzeiten hätte er bis zu 5.000 Kilowattstunden pro Jahr ins Netz eingespeist.

Ein „Leuchtturm“ auf dem langen Weg zur ausschließlichen Nutzung von erneuerbarer Energie wäre Achim Straus mit seinem Passivhaus, der damit nun auch schon eine langjährige Erfahrung habe und diese gerne weiter gäbe. Straus habe auch eine der größten Dachflächen im Dorf auf der TSV-Sporthalle angemietet. Dort werden nach Angaben des Vereins bis zu 26.500 Kilowattstunden Solarstrom jährlich erzeugt. Dies entspreche dem Jahresverbrauch von sechs Familien und einer Einsparung von etwa 13.800 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr. Größere Anlagen gäbe es inzwischen auch auf den Dächern eines Discounters, eines Fruchtsaft-Herstellers und einer Metzgerei, sowie kleinere Anlagen auf einer Fülle von privaten Gebäuden.

In mehreren Gebäuden und künftig auch in der Wohnanlage „Trautmannshof“ würde Erdwärme genutzt, deren technische Förderung oft von einer Firma aus Beedenkirchen vorgenommen wird. Oft genutzt werde in Reichenbach das Holz aus den umliegenden Wäldern. Die dazu erforderlichen kleinen Kaminöfen bis hin zu massiven Specksteinöfen, individuelle Heizkamine und exklusive Feuerobjekte aus Stahl, Küchenherde und Pelletsöfen würden auch von einer örtlichen Fachfirma angeboten und verkauft werden.

Auch wenn sich einige Vorhaben zur Nutzung alternativer Energieformen nicht realisieren ließen, wie beispielsweise die der Wasserkraft der Lauter, hätten sich Energiesparmaßnahmen und die Nutzung erneuerbarer Energien in Reichenbach gut etabliert. Wohl gäbe es noch keine verlässlichen Aufzeichnungen und Daten, doch schätzt die Reichenbacher SPD deren Anteil mindestens so hoch ein, wie den bundesweiten Durchschnitt. Dieser liegt derzeit bei rund 15 Prozent im gesamten Energieverbrauch.

(Text und Fotos: SPD Lautertal)

SPD Lautertal

Sitemap