SPD Lautertal
Traditionsreich – Gegenwärtig – Zukunftsorientiert

Pressemitteilung:

14. Februar 2015
Fraktion vor Ort

„Leuchtturm“ der Lautertaler Gastronomie

SPD-Fraktion bei der Besichtigung
+SPD-Fraktion bei der Besichtigung
Gemeinsame Fraktionssitzung von SPD und GLL
+Gemeinsame Fraktionssitzung von SPD und GLL

Bei der Wiedereröffnung 1977 wurden 77 Essen ausgegeben. Heute serviert das Restaurant „Kuralpe Kreuzhof“ unterhalb des Felsbergs an Fest- und Feiertagen schon mal über 600 Mittagessen. Im letzten Jahr wurde sogar das „Rekordergebnis“ von 680 Mittagessen erzielt.

Bis dies so weit war, mussten die Besitzer viele Probleme überwinden. 1896 erhielt Jakob Schäfer die erste Konzession. Er schenkte am 1. Mai in seinem „Wohngebäude mit Trinkhalle“ alkoholische und nichtalkoholische Getränke für die Wanderer und die wenigen Einheimischen aus den umliegenden, kleinen Dörfern aus. Es scheint sich nicht gerechnet zu haben. Innerhalb von zehn Jahren wechselte das Anwesen zwölf Mal den Besitzer.

Konstanz kam erst in den Wirtschaftsbetrieb, als Ludwig Bormuth 1906 das Lokal übernahm. 1972 ging es an Heinz Bormuth über, der bei einer Begehung der SPD-Fraktion das vielfach erweiterte und immer größer werdende Anwesen vorstellte. Sein Start als Unternehmer, so der „oalde Kuralper“ hätte mit einem Großbrand begonnen, bei dem die Beedenkircher Feuerwehr vergeblich nach einem Hydranten und Löschwasser gesucht habe. Damals hätte es schlichtweg noch keinen Brandschutz in der heute vorgeschriebenen Form gegeben.

Stetige Aufwärtsentwicklung

Nach einigen „An- und Umbaujahren“ hätte sich der Betrieb „langsam, aber stetig“ entwickelt. 2002 wäre erneut eine Erweiterung des Hotels und der Gaststätte vorgenommen worden. Nach der Übernahme durch Sohn Olaf hätte der Betrieb nochmals einen kräftigen Schub bekommen. Heute präsentiert sich das „Landhotel mit Restaurant und Hofladen“ als ein „Leuchtturm“ der Gastronomie im vorderen Odenwald.

Aufgrund der günstigen Lage an den Grenzen der Landkreise Bergstraße, Darmstadt und Odenwald und in unmittelbarer Nähe des Ballungsraums Rhein-Main-Neckar steigern sich die Besucher- und Übernachtungszahlen immer mehr. Dies werde durch eine Fülle von „Events“ und „kulinarischen Wochen“ noch befördert. Heinz Bormuth nannte die „Weihnachtskerb“ als Beispiel, bei der am 23. Dezember die „Nibelungenschmiede“ wieder einmal „aus allen Nähten platzte“.

Die Betreuung der vielen Gäste wird derzeit von 15 Festangestellten einschließlich der Familienangehörigen, sowie einer ähnlich großen Zahl an Aushilfen vorgenommen. Gut entwickelt hätten sich auch die Belegungszahlen des Hotels mit seinen jetzt 60 Betten. Derzeit kämen insbesondere Geschäftsreisende und Monteure zum Fuße des Felsberges, bei den Reisegesellschaften bestehe „noch Luft nach oben“.

Die manchmal ruhigere Wintersaison werde in diesem Jahr durch Rodeln auf dem Hang gegenüber dem Anwesen mehr als wettgemacht. Besonders an Wochenenden tummelten sich hier hunderte von jungen Familien mit ihren Kindern. Für sie werde die Zahl der Parkplätze durch die Nutzung einer Wiese der Familie Köttig um rund 150 Stellmöglichkeiten erweitert.

Bald Hackschnitzelheizung?

Bormuth betonte, dass mit den jahrelangen Umbauten alle behördlichen Auflagen erfüllt worden seien. So sei ein Brandschutzbecken mit einem Fassungsvermögen von 200 Kubikmeter Löschwasser errichtet und die eigene Trinkwasserversorgung ausgebaut worden. Die Klärung der Abwässer erfolge chemisch/biologisch in einer eigenen Anlage. Wohl werde die Heizung derzeit noch mit Öl betrieben, doch seien erste Vorbereitungen auf eine Befeuerung mit Holzhackschnitzel getroffen worden. So hätte die Familie zwölf Hektar Wald erworben, aus dem ausreichend Holz für die Betreibung einer solchen Anlage gewonnen werden könnte.

Diese Entwicklung passe auch in die stark landwirtschaftlich geprägte Arbeit der Familie. So würden derzeit 60 Heidschnucken gehalten und Gemüse, Salate und Kräuter selbst gezogen. Durch die Tierhaltung biete die Kuralpe einen kleinen „Streichelzoo“ neben einem Spielplatz an, ideale Bedingungen also für Kinder.

Heinz Bormuth bedankte sich für das Interesse der Kommunalpolitiker an dem Familienbetrieb und freute sich über den Aufschwung der letzten Jahre. „So kann es weitergehen“.

(Text und Foto: SPD Lautertal)


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