SPD Lautertal
Traditionsreich – Gegenwärtig – Zukunftsorientiert

Meldung:

Reichenbach, 12. Februar 2015
Haushalt

Reichenbacher Ortsbeirat ist mit dem Haushalt zufrieden

Waldkindergarten
+Bauwagen des Waldkindergartens
Brandauer Klinger
+Brandauer Klinger (2011)

Nur kleine Investitionen sind für den Ortsteil Reichenbach im Haushaltsplan 2015 vorgesehen. Nach dem Ausbau des Felsenmeer-Parkplatzes und des Umfeldes in den letzten Jahren, forderte niemand in dem Gremium weitere Gelder. Somit hat die Schutzschirmgemeinde Lautertal die große Chance, ihre Unterdeckung im Haushalt und ihre Verschuldung weiter abzubauen.
Trotzdem sind natürlich bei den laufenden Ausgaben auch die Gelder berücksichtigt, die nach Reichenbach fließen. So kostet der Kindergarten die Gemeinde in diesem Jahr rund 327.000 Euro. Umgerechnet auf eine Belegung mit 88 Kindern also gut 3.700 Euro pro Kind. Damit liegt die Einrichtung in der Knodener Straße deutlich unterhalb der Kosten der anderen Kindergärten, die nach einer Berechnung der Verwaltung rund 5.000 Euro betragen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass sich größere Einrichtungen fast immer kostengünstiger betreiben lassen.
Ebenfalls deutlich unter dem Lautertaler Durchschnitt liegen die Kosten für den Waldkindergarten auf der Binn (siehe Foto), weil die Einrichtung halt sehr bescheiden ausgefallen ist. Voraussichtlich 32.500 Euro schießt in diesem Jahr dort die Gemeinde zu, rund 3.500 Euro je Kind. Nach Mitteilung von Bürgermeister Jürgen Kaltwasser wird sich diese Summe noch weiter verringern, wenn die angemeldeten Kinder im Sommer dann auch tatsächlich alle in den Bauwagen einziehen.
An Investitionen fließen lediglich 1.425 Euro für einen Zuschuss zur Gebäudesanierung an den Schützenverein. Bei der Feuerwehr soll der Digitalfunk eingerichtet werden. Als Haushaltsansatz sind hier 123.000 Euro für ganz Lautertal vorgesehen.

CDU: „Hauptsache, dagegen“

Die CDU wurde mit ihrem Slogan „Hauptsache, dagegen“ noch nicht einmal ihren eigenen Wählern gerecht. In Verkennung ihrer taktischen Möglichkeiten beantragte sie die Ablehnung des Haushaltes, was ihr trotz eines fehlenden Mandatsträgers der SPD aber verwehrt wurde. Bei drei zu drei Stimmen wurde ihr Antrag abgelehnt. Wenn die CDU-Wähler, in der Regel ja konservativ, aber für unseren Staat, unser Gemeinwesen eingestellt, wüssten, was die von ihnen Gewählten in den Gremien so alles treiben, sie würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen …


„Zustand der Seitenstraßen katastrophal“

Als „katastrophal“ bezeichnete die CDU-Ortsbeirätin Heidi Kinzel den Zustand der Seitenstraßen in Reichenbach. Besonders beklagte sie die „Zustände“ in der Brunnenstube, der Zufahrtsstraße zu ihrem Haus am Tannenberg. Hier müsse die Gemeinde dringend handeln und sanieren.
Bürgermeister Jürgen Kaltwasser war das Problem bekannt. Diese Klagen höre er in jedem Ortsteil. Wenn er aber den Bürgern sage, dass diese bei einer grundhaften Erneuerung 90 Prozent der Kosten zu trägen hätten, verbessere sich der Zustand der „katastrophalen“ Straßen sprunghaft. Ohne eine Zustimmung der Anlieger, so der Bürgermeister, könnten jedoch die Seitenstraßen nicht saniert werden. Kaltwasser bekräftigte aber, dass die Gemeinde natürlich ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkomme und die schlimmsten Beschädigungen in Ordnung bringe (siehe Instandsetzung Brandauer Klinger in 2011). Dafür stünden im Haushaltsplan erneut 50.000 Euro bereit.


„Größer als Gibraltar und älter als Berlin“

Auf den Keks gingen Ortsvorsteher Heinz Eichhorn die ständigen Nörgeleien der CDU-Ortsbeiräte über ihr Dorf Reichenbach. Deshalb hob er in der jüngsten Sitzung des Gremiums einmal die Bedeutung Reichenbachs hervor. Das Dorf sei nicht nur das älteste im Tal mit 1.000 offiziellen und bald 1.250 inoffiziellen Jahren („Reonga“), sondern auch das größte in der Gemeinde Lautertal mit Sitz der Verwaltung. Reichenbach sei älter als die Bundeshauptstadt Berlin und mit seiner Gemarkungsfläche von 8,82 Quadratkilometern größer als Gibraltar, das ja immerhin eine Fußball-Nationalmannschaft stelle und mit dieser gegen Weltmeister Deutschland „nur“ 0:4 verloren habe.

Wohl war dieser Vergleich nicht ganz ernst gemeint, doch verdeutliche er bildhaft den Wert des Ortsteils. Wenn dann insbesondere „ unwissende Zugereiste“, aber auch erfahrene Einheimische über Reichenbach spöttelten, gehe ihm das gegen den Strich. Deshalb werde er immer dann die Schönheit und die Bedeutung Reichenbachs hervorheben, wenn ihn die „Nestbeschmutzer“ von der anderen Fakultät herabzuwürdigen versuchten.


SPD Lautertal

Sitemap