SPD Lautertal
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Pressemitteilung:

Neujahrsempfang
08. Februar 2015
Neujahrsempfang und Sportlerehrung 2015

Rekordbesuch beim Neujahrsempfang der Gemeinde

Neujahrsempfang
Jürgen Kaltwasser, Werner Heist, Beate Dechnig
+Jürgen Kaltwasser, Werner Heist und Beate Dechnig

133 Gästen konnten Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Beate Dechnig, beim Neujahrsempfang begrüßen. Mehr als jemals zuvor und somit Rekordzahl für die bisherigen Empfänge. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Sportausschusses, Werner Heist, ehrten die beiden höchsten Repräsentanten der Gemeinde im letzten Jahr erfolgreiche Lautertaler Sportler. Nachstehend veröffentlichen wir die Begrüßungsansprache der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Beate Dehnig. Die von Bürgermeister Jürgen Kaltwasser folgt.
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Herzlich Willkommen zum Neujahrempfang der Gemeinde Lautertal. Ich wünsche Ihnen allen alles Gute, viel Gesundheit und Glück für 2015… (es folgte die persönliche Begrüßung aller Ehrengäste) …
Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, erinnern wir uns an viele Ereignisse, die uns bewegten. Ereignisse in der Welt aber vor allem in unserem näheren Umfeld. Am Arbeitsplatz, beim Hobby, in der Familie und im Freundeskreis. All diese Ereignisse erfüllen uns mit Erinnerungen und Gefühlen wie Wehmut und Schmerz, mit Betroffenheit und manchmal auch mit Angst, aber auch mit Zufriedenheit und mancher Freude und sicherlich auch mit dem vielen positiven Erinnerungen.
Ich wünsche Ihnen Optimismus, um Dinge anzupacken und viele positive Momente für 2015, an die sie sich gerne zurückerinnern.
Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,
ich will heute Morgen aber auch an den furchtbaren Terror in Frankreich und an die Opfer erinnern. Was dort passiert ist, ist einfach unvorstellbar. Wir alle sind erschrocken und tief bestürzt darüber. Es ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Demokratie. Deshalb – und ich glaube, da sind wir uns alle einig – muss der Kampf gegen den Terrorismus in all seinen Formen weitergehen.

Die Mörder haben brutal unsere Werte angegriffen und wollten damit einen Keil in unsere Gesellschaft treiben. In Deutschland ebenso wie in Frankreich und anderen Ländern wird es jetzt Populisten geben, die diese grausamen Taten als Bestätigung von Ressentiments etwa gegenüber Flüchtlingen oder dem Islam missbrauchen wollen. Wir dürfen das nicht zulassen, wir sind alle aufgerufen, für unsere freie und offene Gesellschaft einzutreten.

Deshalb ist mein Wunsch für dieses Jahr, Toleranz! Sie ist ein wichtiges Gut und dabei geht es vor allem darum tolerant zu sein, denn nur dann kann man erwarten, selbst Toleranz zu erfahren. Benötigen wir nicht alle ab und zu das Mitgefühl und Verständnis der Menschen um uns herum? Bedarf es nicht hin und wieder einer helfenden Hand, um Dinge zu bewältigen und Möglichkeiten für sich zu finden, die Wege zu öffnen? Toleranz zu erfahren ist ein Gefühl der Freiheit, ein Gefühl sich selbst sein zu dürfen.
Leider ist dies nicht allen Menschen vergönnt.
Vielleicht haben Sie in den vergangenen Tagen auch die Bilder bewegt von völlig überfüllten Frachtern, die steuerungslos auf dem Mittelmeer trieben. Hunderte von Menschen, die zum Teil ohne Nahrung von Schleuserbanden einfach mitten auf dem Meer zurückgelassen wurden, ohne darüber nachzudenken, wie groß die Gefahr ist.

Die Flüchtlinge sind bereit, diese und ähnliche Risiken auf sich zu nehmen, weil das Grauen, dem sie entkommen wollen, noch größer ist als diese Gefahr. Sie flüchten vor Armut und dem Tod. Gerade bei den Flüchtlingen aus Syrien, die ja einen großen Anteil der Menschen ausmachen, die nach Europa strömen, sind die Verhältnisse in ihrem Heimatland für uns unvorstellbar.

Auch Lautertal bekam und bekommt eine gewisse Anzahl an Flüchtlingen zugewiesen. Menschen, die wir aufnehmen müssen, aber die wir auch aufnehmen wollen. Gerade die Nächstenliebe, die Solidarität mit Schwächeren und Hilfebedürftigen, ist für mich der wesentliche Teil unserer abendländischen Kultur, den es zu schützen gilt. Und ich bin sehr froh darüber, dass in unserer Gemeinde viele Menschen ein Zeichen dafür setzen, dass für uns Nächstenliebe kein Fremdwort ist.

Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,
ich kann nicht verstehen, wie in manchen Regionen Deutschlands heutzutage Menschen auf die Straße gehen können, um sogar an Weihnachten dafür zu demonstrieren, jegliche Nächstenliebe zu verweigern.
Es ist beängstigend, dass bundesweit Organisationen Zulauf erhalten, die versuchen die Ängste in der Bevölkerung auszunutzen, um für ihre ausländerfeindlichen Absichten zu werben. Diesen Bestrebungen sollten wir alle energisch mit Argumenten entgegentreten und deutlich machen, dass wir Fremdenhass nicht dulden werden.
Es ist beschämend, wenn 75 Jahre nach der Reichspogromnacht erneut fremdenfeindliche Gruppierungen mit dem Gespenst einer Überfremdung Platz in den Köpfen der Menschen suchen und es ist unsere aller Aufgabe sich davon nicht verängstigen zu lassen, sondern den Mut daraus zu schöpfen sich dagegen zu stellen und sich für ein Miteinander und nicht für ein Gegeneinander einzusetzen. Nicht Trennendes sondern das Verbindende zu suchen. Ich bin mir sicher, dies wird uns gelingen, wenn wir Toleranz nicht nur in Reden erwähnen, sondern sie auch leben.
Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,
Respekt gilt es auch heute wieder allen denen zu zollen, die sich ehrenamtlich engagieren und dazu beitragen, dass unsere Welt ein wenig besser wird. Menschen im Ehrenamt zeigen uns, wie zufrieden und Glücklich es macht, anderen zu helfen und das oftmals ganz uneigennützig.
Ich möchte Sie alle heute ermuntern, engagieren Sie sich für unsere Lautertal, wir brauchen Sie. Menschen, die Verantwortung übernehmen, die sich für allgemeine Ziele einsetzen, die etwas für ihre Mitmenschen tun, gestalten die Gemeinde wärmer und freundlicher.

In Deutschland engagiert sich jeder Dritte ehrenamtlich und spendet so unkomplizierte Hilfe, stärkt zwischenmenschliche Beziehungen und macht unzählige Projekte erst möglich. Sei es im sozialen Bereich oder bei der Mitarbeit in Arbeitsgruppen, bei der Feuerwehr und in den vielen Vereinen.
Jeder ehrenamtliche engagierte Lautertaler ist das beste Beispiel dafür, was ein Einzelner tun kann, um Verantwortung für das Ganze zu übernehmen.
Dafür gilt Ihnen allen, wie in jedem Jahr mein ganz besonderer Dank. Es ist schön, dass es Sie gibt!

Zum Abschluss meiner Rede lassen Sie mich einen weiteren Wunsch
fürs Jahr 2015 äußern.

Vertreten wir nicht nur unsere eigene Interessen,
übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für unsere Gemeinde
und die eine Welt,
sprechen wir miteinander aufrichtig und ehrlich,
hinterfragen wir unsere Vorurteile,
betonen wir nicht Egoismus und Trennendes,
suchen wir Gemeinwohl und Verbindendes.

Liebe Lautertalerinnen und Lautertaler, ich wünsche Ihnen allen von
Herzen Glück, Gesundheit und Optimismus und damit ein erfolgreiches Jahr 2015.
Und Bewahren Sie sich Ihr gutes Gefühl für unsere schöne Gemeinde

SPD Lautertal

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