SPD Lautertal
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Pressespiegel:

Elmshausen, 27. August 2014
SPD-Elmshausen

Suche nach günstiger Lösung für Gehwege

Straßenschäden: Bei einer Ortsbegehung diskutierte die Elmshäuser SPD die Sanierung der Bürgersteige an der B 47

Noch hat sich die Elmshäuser SPD nicht entschieden, wie sie bei der Erneuerung der Bürgersteige entlang der B 47 vorgehen soll. Bei einer Ortsbegehung war auch die Meinung der Anwohner noch nicht gefestigt: Manche wünschten sich eine grundhafte und somit auch beitragspflichtige Sanierung, andere wären schon mit einer Verbesserung des Asphalts im Dünnschichtverfahren zufrieden, was nicht der Beitragspflicht unterliegt.

Beim Start der Tour am Feuerwehrgerätehaus informierte Bürgermeister Jürgen Kaltwasser über die Zielsetzungen von Gemeinde, Ortsbeirat und Bürgern. Bei der Erarbeitung des Dorfentwicklungskonzepts im Rahmen der Dorferneuerung sei schnell klargeworden: Die bedeutendsten Entwicklungspotenziale für die langfristige Sicherung der Lebensqualität im Dorf lägen in der Verbesserung der Freiraum- und Verkehrssituation auf und an der Nibelungenstraße.

In Erörterungen mit der für die Straßenplanungen und Ausführung der Bauarbeiten verantwortlichen Behörde Hessen Mobil habe diese für die Umsetzung der Projekte die Aufstellung eines Bebauungsplans empfohlen. Inzwischen sei der Auftrag dafür an die Planergruppe ASL in Frankfurt ergangen. Diese könne jedoch nur dann weitergehend tätig werden, wenn die Gemeinde deutlich mache, was sie wolle.

Drei mögliche Varianten

Kaltwasser nannte drei Varianten eines möglichen Ausbaus. Die erste und teuerste beinhaltet die Neugestaltung des gesamten Streckenabschnitts zwischen dem Dorfeingang und dem Heckenwiesenweg, also Pflasterung der Gehwege, Fahrbahnreduzierungen, Parkstreifen, Straßenbegleitgrün, neue und teilweise versetzte Bushaltestellen, Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfen an beiden Ortseingängen sowie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen.

Bei Gesamtkosten von rund 2,3 Millionen Euro hätte die Gemeinde davon 575 000 Euro zu tragen, die Anlieger gar 1,15 Millionen. Da jedoch Behörden und Planern schwante, "dass Anliegerbeiträge in fünfstelliger Höhe bei nicht wenigen Grundstücken sicher nicht leicht durchsetzbar wären", wurden zwei abgespeckte Varianten in die Diskussion gebracht.

In Variante zwei würden die Bürgersteige außerhalb des Ortskerns nur mit einer feinen Asphaltschicht überzogen. Dies würde einen Anliegeranteil von insgesamt 650 000 Euro verursachen. In Variante drei würden alle Gehwege nur noch mit einer Asphaltschicht überzogen. Bei Gesamtkosten von 700 000 Euro und einem Gemeindeanteil von 478 000 Euro kämen hier nur noch 50 000 Euro für die Umrüstung der Beleuchtung auf die Anlieger zu.

Keine Flickenteppiche mehr

In der Diskussion mit den Anliegern zeichneten sich unterschiedliche Meinungen ab. Nicht wenige wollen, dass die Zeiten der "Flickenteppiche" bald vorbei sind und sich die Ortsdurchfahrt verkehrsberuhigt und in einem anständigen, vorzeigbaren Zustand präsentiert. Dafür wären sie auch bereit, ihren Anteil zu leisten.

Andere wiederum scheuten die Beiträge und wären schon mit einem dünnen Überzug über die jetzigen Asphaltflächen zufrieden.

Randsteine kaputt

Die Begehung, an der auch Ortsvorsteherin Claudia Czyrt, Erste Beigeordnete Helga Dohme, Beigeordneter Norbert Süßmuth, Gemeindevertreter Wolfgang Helfrich, Ortsbeirat Thomas Schmitt, sowie SPD-Vorsitzender Tobias Pöselt teilnahmen, verdeutlichte aber auch den Zustand der Bürgersteige.

So seien "an einigen Stellen die Randsteine völlig hinüber" und müssten dringend erneuert werden. Parkende Fahrzeuge und der Schwerlastverkehr hätten auf der Bundesstraße und seinen Bürgersteigen über mehr als 40 Jahren hinweg ihre Spuren hinterlassen.

Nun sucht die SPD Elmshausen nach der "Quadratur des Kreises": Eine ansprechende Gestaltung der Ortsdurchfahrt mitsamt Verkehrsberuhigung einschließlich Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht auf den Bürgersteigen zu günstigen Preisen, die weder die Gemeindekasse noch die der Anlieger über Gebühr belasten.

Da die Lösung weder beim Rundgang, noch bei der Nachbesprechung in der "Nibelungenschänke" gefunden wurde, wollen sich die Genossen noch einmal im Vorstand beraten, bevor es dann in der Ortsbeiratssitzung am Dienstag, 2. September, zum Schwur kommen wird.


Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 27.08.2014

http://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/lautertal/suche-nach-gunstiger-losung-fur-gehwege-1.1856019



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