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Pressemitteilung:

Lautertal/Lindenfels, 22. April 2013
DGB Lautertal/Lindenfels

Mit einer „Reichtumsuhr“ als „Hingucker“ vorm EDEKA

DGB Ortsverband warb für UmFAIRteilung und Vermögenssteuer.
DGB warb mit einer "Reichtumsuhr" für UmFAIRteilung und eine Vermögenssteuer.
+Mit einer „Reichtumsuhr“ als „Hingucker“, v.L.n.R. Willi Eichhorn, Waltraud und Heinz Eichhorn, Horst Raupp
Einem „Gruß von Robin Hood“ für UmFAIRteilung und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. he
+Einem „Gruß von Robin Hood“ für UmFAIRteilung und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Mit einer „Reichtumsuhr“ als „Hingucker“ wies der DGB auf die massive Schieflage bei der Vermögensverteilung hin. Zudem warb der Ortsverband Lautertal/Lindenfels mit Info-Material, (Schoko-)Goldtalern und einem „Gruß von Robin Hood“ für UmFAIRteilung und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Der von der schwarzgelben Bundesregierung vorgelegte Armutsbericht wäre ein Armutszeugnis für die Politik und speziell für die jetzige Bundesregierung. Die Reichen und Superreichen würden immer reicher, während gleichzeitig der Mittelstand immer weiter schrumpfe und immer mehr Menschen in Armut leben oder von Armut bedroht seien. Millionen Menschen würden mit Niedrig- und Armutslöhnen abgespeist. Für immer mehr Menschen reiche die Rente für ein Leben in Würde nicht mehr aus.

Kaum zu glauben, aber wahr, so die Gewerkschafts-Aktiven, dass viele Menschen tagtäglich ihre unzureichende Löhne, Gehälter oder Renten am eigenen Geldbeutel spürten, dies aber verdrängten. „Bei uns ist es immer noch besser, als im Ausland“ und „daran könnt ihr doch nichts ändern“, war vor dem Info-Stand im Gewerbepark Lautern immer wieder zu hören.

Dabei wachse die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland immer mehr. Während die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung fast 60 Prozent des Geldvermögens besäßen, verfügten zwei Drittel der Deutschen über kein oder kein nennenswertes Vermögen. Trotzdem würden diese die für sie negative Situation weitgehend hinnehmen. Und zudem gäbe es Menschen, die sich schon bei einem fünfstelligen Betrag auf dem Sparbuch „reich“ fühlten und die Angst vor jeder Umverteilung hätten. Dreistellige Millionenbeträge, gebunkert in Steueroasen, wären für sie unvorstellbar.

„Geld ist genug da, mehr als jemals zuvor – aber die Verteilung stimmt nicht“, so der DGB. Es gäbe Manager, die sich Gehälter bewilligten, die 600 Mal höher seien als der Lohn einer Krankenschwester. In Deutschland seien trotz Finanzkrise und Schuldenkrise der öffentlichen Hand gigantische private Vermögen entstanden, die immer weiter und schneller wachsen und die kaum oder gar nicht besteuert werden.

Hier bestehe erheblicher politischer Handlungsbedarf. Die Politik müsse für Steuergerechtigkeit sorgen. Hohe Einkommen und die privaten Vermögen der Superreichen müssten endlich angemessen besteuert werden. Nur so könnten die öffentlichen Aufgaben solide finanziert und die Staatsverschuldung abgebaut werden. Es sei höchste Zeit für UmFAIRteilung.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wollen die Verteilungsfrage zur zentralen Frage bei den anstehenden Wahlen machen. Ziel des DGB ist ein grundlegender Politikwechsel auf Bundes- und Landesebene: Es müsse endlich wieder Politik für die breite Mehrheit der Menschen gemacht werden, statt Politik für Banken, Konzerne und Superreiche.
(Text und Fotos: he)

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