SPD Lautertal
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Meldung:

Lautertal, 17. März 2013
Rathaussanierung

Jürgen Kaltwassers Rede zur Einweihung des sanierten "alten Rathauses"

Saniertes Reichenbacher Rathaus aus 1840. he
+Saniertes "altes Rathaus" in Reichenbach. he

Rede des Bürgermeisters zur Einweihung des sanierten "alten Rathauses" in Reichenbach:

Nach Gründung der Gemeinde Lautertal 1972 aus ehemals zwölf teilweise selbständigen Ortsteilen war den politisch Verantwortlichen relativ schnell klar geworden, dass die über mehrere Ortsteile verteilte Verwaltung zusammengefasst werden sollte und ein zentral gelegener, moderner Verwaltungsmittelpunkt geschaffen werden muss.

In den 80iger Jahren wurde nach entsprechendem Grunderwerb in der Reichenbacher Ortsmitte ein Wettbewerb zum Bau eines „neuen Rathauses“ ausgelobt und schließlich im Jahre 1991 das Gebäude bezogen.

Das Konzept sah bereits damals die Nutzung des „alten Rathauses“ unter Verbindung beider Gebäude mit einem Steg vor. Entsprechend waren die Räumlichkeiten konzipiert und angeordnet. Jedoch musste die Gemeinde damals schon sparen, so dass die grundhafte Sanierung des „alten Rathauses“ zurückgestellt wurde und die Bauabteilung zunächst noch im Brandauer-Klinger-Weg untergebracht war. Später konnten dann provisorisch im Erdgeschoß und 1. Obergeschoss des „neuen Rathauses“ Zimmer bezogen und etwa ein Jahr später nach einer provisorischen Innenrenovierung des „alten Rathauses“ dorthin umgezogen werden.

1995 stellte die Gemeinde Lautertal beim Land Hessen einen Antrag auf Aufnahme des Ortsteils Reichenbach in das Landesprogramm „Einfache Stadterneuerung“. Als schon niemand mehr damit rechnete, erfolgte im Jahre 2004 die Anerkennung als Förderschwerpunkt. Es schlossen sich die Festlegung des eigentlichen Fördergebietes, eine informative Bürgerversammlung als Impuls für die privaten Maßnahmen und die Beschlussfassung der gemeindlichen Gremien über die öffentlichen Projekte, darunter auch die grundhafte Sanierung des „alten Rathauses“, an.

Zwischenzeitlich wurde im Jahre 2000 mit gemeindeeigenen Mitteln der Verbindungssteg zwischen dem „neuen“ und dem „alten“ Rathaus für rund 30.000 € fertiggestellt.

Neben den privaten Vorhaben wurden in den darauffolgenden Jahren als deutlich sichtbare Erfolge der „Einfachen Stadterneuerung“ in Reichenbach, insbesondere die Renovierung des Aufganges zur evangelischen Kirche und deren Umfeld und der Abriss des Anwesens „Zehnesweg 2“ als vorbereitende Maßnahme für die Schaffung weiterer Stellplätze in der Ortsmitte Reichenbachs umgesetzt. Die Sanierung des „alten Rathauses“ bildet nunmehr einen würdigen Abschluss des Landesprogrammes „Einfache Stadtneuerung“ in Reichenbach.

Trotz der Förderung durch das Land Hessen in Höhe von 70% musste die Gemeinde vorliegend Einsparungen vornehmen. Waren die ursprünglichen Sanierungskosten mit rund 600.000 € ermittelt worden, sollten nunmehr Wege zur Kostenminimierung gesucht werden.

Im Jahre 2011 wurde durch das beauftragte Architekturbüro F + R, Prof. Fink, Bickenbach, die Planungsphase abgeschlossen und nach Eingang der Baugenehmigung konnte mit den Ausschreibungen begonnen werden. Ziel war es, die Arbeiten an den sichtbaren Gebäudeteilen zur 1000-Jahr-Feier Reichenbachs Mitte 2012 abzuschließen, was auch gelang. Nunmehr sind auch die Arbeiten im Gebäudeinneren weitestgehend abgeschlossen. Bis auf wenige Restarbeiten im Erd- und im Dachgeschoß, die die Nutzung des Gebäudes nicht beschränken und in Eigenleistung durch den gemeindlichen Bauhof in nächster Zeit ausgeführt werden, sind alle Aufgaben erledigt.

(Text: Bgm. Kaltwasser; Foto: he)


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