SPD Lautertal
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V.l.n.r.: Unsere Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, Heinz Eichhorn, unsere Landtagskandidatin Karin Hartmann und die Vorsitzende der Gemeindevertretung Beate Dechnig.
Reichenbach, 19. Januar 2013

40-jähriges „Dienstjubiläum“ als „Zeitungsschreiber“

Im jüngsten Artikel von „he“ ging es um die Elektrifizierung des Lautertals.
+Im jüngsten Artikel von „he“ ging es um die Elektrifizierung des Lautertals.
V.l.n.r.: Unsere Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, Heinz Eichhorn, unsere Landtagskandidatin Karin Hartmann und die Vorsitzende der Gemeindevertretung Beate Dechnig.
+V.l.n.r.: Unsere Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, Heinz Eichhorn, unsere Landtagskandidatin Karin Hartmann und die Vorsitzende der Gemeindevertretung Beate Dechnig.

In diesem Jahr kann Heinz Eichhorn sein 40-jähriges „Dienstjubiläum“ als freier Mitarbeiter der Presse feiern. Der Anstoß zum „Zeitungsschreiber“ kam aus der Politik. Da er mit einem Artikel seines Nachbars und Bürgermeisters Karl Germann über eine Ortsbeiratssitzung nicht einverstanden war, beschwerte er sich beim Darmstädter Echo in Bensheim. Die Antwort der zuständigen Redakteurin Gerlinde Scharf: „Schreiben Sie doch selbst“.

Gesagt, getan. Da Eichhorn nicht nur zum Schriftführer im Ortsbeirat Reichenbach, sondern auch zum Vorsitzenden der Jungsozialisten Lautertal und stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Lautertal gewählt wurde, lagen die Themen auf dem Tisch. Nach kleineren Vorberichten und Terminhinweisen wurde dann im Mai 1973 der erste große Artikel veröffentlicht.

In dem Bericht über eine Reichenbacher Ortsbeiratssitzung wunderte sich Ortsvorsteher Georg Kindinger, dass „die Probleme beim Ausbau der B 47 den Anliegern erst jetzt bewusst würden“. Kein Bürger hätte sich für das Thema interessiert, als Baurat Knackstedt vom Hessischen Straßenbauamt Bensheim in der vorletzten OB-Sitzung Auskünfte erteilt habe.

Auf die mangelnde Ausstattung der Feuerwehr wies Wehrführer Dieter Horn hin. Sie habe die „schlechteste Unterkunft und die ältesten Fahrzeuge“. Heiße Diskussionen gab es um die Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Unbeantwortet blieben sechs Anfragen. Erster Beigeordneter Ernst Keller berichtete, dass Bürgermeister und Gemeindevorstand bis zum Hals in Arbeit stecken würden. Es würden noch etliche Wochen vergehen, bis alle Rückstände aufgearbeitet seien.

Der Artikel im Echo war mit dem Kürzel „he“ versehen. Einige Jahre später schrieb Heinz Eichhorn auch für den Bergsträßer Anzeiger, anfangs unter dem Kürzel „ch“, weil der Gadernheimer Heinrich Maurer „he schon seit vielen Jahrzehnten nutzte“. Nach dessen Tod ging „he“ an Eichhorn über.

Mit den Jahren änderte sich die Thematik in der Berichterstattung. Statt über aktuelle Politik berichtete „he“ vermehrt über die Geschichte Reichenbachs, auch weil er inzwischen ein umfangreiches Archiv mit vielen Details aufgebaut hatte. So kamen aktuell rund 200 Artikel über die Reichenbacher Heimatgeschichte zustande.

Seit drei Jahren fügt der Autor seinen Berichten auch Fotos bei – die moderne Computertechnik ermöglicht dies jetzt schneller und besser. Und statt schwarzweißen Zeitungsseiten liefern inzwischen ja alle Printmedien bunte Blätter.

Trotz der rasanten technischen Entwicklung mit „Freisetzungen“ in allen Bereichen, sind heute noch Menschen dabei, die schon in den siebziger Jahren an der Entstehung der Heimatzeitung mitwirkten: Chefredakteur Karlheinz Schlitt, der freie Mitarbeiter Walter Koepff und selbst Thorsten Matzner verfasst schon über 20 Jahre Artikel. Und nicht zu vergessen Gerlinde Scharf. Nach vielen Jahren beim Echo ist sie heute freie Mitarbeiterin beim BA und interviewt manchmal ihren „Kollegen“, den sie einmal aufforderte: „Schreiben Sie doch selbst“.
(Text: wj, Repro: he)

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