SPD Lautertal
Traditionsreich – Gegenwärtig – Zukunftsorientiert

Meldung:

Mit auf dem Foto Fraktionsvorsitzender Wolfgang Hechler, die frühere Landtagsabgeordnete Karin Hartmann, Gemeindevorsteherin Beate Dechnig, der Vorsitzende der SPD Lautertal, Rouven Röhrig und Bürgermeister Jürgen Kaltwasser.
Reichenbach, 04. November 2012
Ehrungsabend der SPD Reichenbach

„Pressefreiheit durch CDU/CSU mit Füßen getreten“

Parallelen zwischen den Ereignissen in den 1960-er Jahren und heute sieht die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht. Damals habe Franz-Josef Strauß in der Spiegel-Affäre die Pressefreiheit mit Füßen getreten. Heute versuche dies CSU-Sprecher Hans Michael Strepp gegenüber dem ZDF.

Beim gut besuchten Ehrungsabend der Reichenbacher SPD meinte Lambrecht, dass sich das Verhalten von CDU/CSU gegenüber den Medien wie ein roter Faden durch die Republik ziehe. Die Christdemokraten glaubten, in diesem Staat alles bestimmen und mit fragwürdigen Methoden Einfluss auf Rundfunk, Fernsehen und Presse nehmen zu können.



Erst vor wenigen Monaten habe ein Bundespräsident deshalb seinen Hut nehmen müssen. Lambrecht sprach von einem „Bauernopfer“ und war sich sicher, dass Strepp nicht auf eigene Faust, sondern im Auftrag der Parteioberen gehandelt habe. Auch Ministerpräsident Seehofer dürfte nicht ganz unwissend sein. Die SPD werde nicht locker lassen und versuchen, zusammen mit den Medien das ganze Ausmaß der Affäre offenzulegen.

Für die anstehenden Wahlen machte die SPD-Kreisvorsitzende ihren Parteifreunden Mut. Mit Peer Steinbrück sei ein „sehr guter Kandidat“ benannt worden, der „kämpft und beißt“ und gute Chancen habe, zum Bundeskanzler gewählt zu werden.

Neben einer tragfähigen Alterssicherung, einem flächendeckenden Mindestlohn und gleichem Lohn für gleiche Arbeit, wolle sich die SPD für eine gute Ausbildung der Kinder einsetzen. Diese sollten so gut ausgebildet werden wie möglich. Nur dann hätten sie Chancen im Berufsleben. Die Einführung eines „bescheuerten“ Betreuungsgeldes wäre da kontraproduktiv, würde Kinder von der anerkannt guten Ausbildung in den Kindergärten fernhalten.

Auch bei der früheren Landtagsabgeordneten Karin Hartmann steht die Förderung von Kindern auf der Agenda. Ihre Lebens- und Berufschancen entschieden sich meistens zwischen zwei und vier Jahren. Da wäre es besser, wenn sie in dieser Zeit von ausgebildeten Erzieherinnen in den Kindergärten unterrichtet würden. Hartmann kritisierte, dass Hessen im Bereich der Bildungspolitik „unter der CDU/FDP-Regierung stramm zurück in die 1960-er Jahre marschiere“. Früher habe das Motto „Hessen vorn“ gelautet, heute stehe „Hessen hinten“.

Wie Karin Hartmann, kritisierte auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser den Rettungsschirm des Landes. „Der Bauer kriegt die Sau genommen und erhält dafür ein Pfund Gehacktes zurück“ meinte Hartmann. Kaltwasser sagte, dass der Gemeinde vom Land vier Euro genommen worden wären. Dafür, dass sie jetzt einen wieder zurückerhalte, müsse sie sich auch noch bedanken. Der Bürgermeister wartet noch immer auf den „ersten zielführenden Vorschlag“ der örtlichen CDU, wie im Gemeindehaushalt die Einnahmen erhöht und die Ausgaben gesenkt werden können.

Rouven Röhrig, neuer Vorsitzender der SPD Lautertal, blickte in die Jahre zurück, in denen die Jubilare in die SPD eintraten. 1987 bei dem Eintritt von Heinz Ross wäre er gerade mal ein Jahr alt gewesen. Röhrig sieht für seine Partei bei den anstehenden Bundes-, Landes- und der Bürgermeisterwahl gute Chancen. „Lautertal wird seinen Status als Hochburg der SPD im vorderen Odenwald bei diesen Wahlen untermauern“, meinte der SPD-Vorsitzende selbstbewusst.

Umrahmt wurde die Jubilarenehrung durch Zaubertricks von Waso Koulis, die bereits an einem Ehrungsabend der SPD auf dem Borstein mit dabei war. Die auch durch sie geförderte positive Stimmung erhielt ihre Krönung durch zwei spontane Neueintritte in die SPD.
(Text und Fotos: he)

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