SPD Lautertal
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Meldung:

Elmshausen, 09. Oktober 2012
SPD-Fraktionssitzung in der Lautertalhalle

Jugendarbeit als Pflichtaufgabe

SPD-Fraktion im Jugendzentrum mit Peter Schuster
+Über die Arbeit der Jugendpflege informierte Peter Schuster die SPD-Fraktion
Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender beim Tischfußball
+Uralt, aber immer noch beliebt: das Tischfußballspiel. Hier versucht ein Köln-Fan die am Abend zuvor vergebenen Chancen seiner Lieblingskicker nachträglich noch einzunetzen.

„Die Jugendarbeit steht gleichwertig neben den anderen Leistungen der Jugendhilfe und ist damit keine freiwillige Aufgabe mehr, sondern gehört zu den Pflichtaufgaben des örtlichen Jugendhilfeträgers“. Auf diese Verpflichtung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz wies Peter Schuster die SPD-Fraktion hin.

Der Jugendpfleger der Gemeinde Lautertal hat seit 2003 die Jugendarbeit in Lautertal auf einen anerkannt guten Stand gebracht. Den möchte er erhalten und ausbauen und damit der Gemeinde auch die Probleme mit Jugendlichen ersparen, die Kommunen ohne Anstrengungen in diesem Bereich manchmal sogar im Übermaß haben.

Bei einer Begehung der SPD-Fraktion stellte der Sozialpädagoge das Jugendzentrum im Foyer der Sporthalle und seine vielfältige Arbeit vor. Diese untergliedert er in acht Teilbereiche. Beratung und Prävention bietet er „jederzeit nach Vereinbarung“ an. Darunter versteht Schuster die Beratung von Familien, Eltern und Jugendlichen beispielsweise zu den Themen Scheidungsproblematik, Psychosoziale Probleme, Berufshilfe, Berufsbegleitung, Alkohol-, Drogen- und sexueller Missbrauch und vieles andere mehr.

Gitarrenunterricht für Kinder und Jugendliche bietet er im Jugendzentrum an. Dort finden Konzerte, Bandcontest und Kinderdiscos statt. Die Jugendlichen spielten schon mit anderen Jugendzentren „Mitternachtsfußball“, übten „gemeinsames Kochen“ und betreuten mit dem Jugendpfleger Jüngere bei den Hausaufgaben. Gemeinsame Sanierungs-, Gestaltungs- und Instandhaltungsarbeiten förderten bei den Jugendlichen die Verbindung zum „ihrem JUZ“.

In der Projektarbeit führte Schuster Ausflüge mit Kleingruppen durch und machte erlebnispädagogische Angebote wie Kanutouren, Klettern, Bergsteigen und Tauchen. In Kooperation mit dem I-GSK-Institut für Gewaltprävention wurden Übungstage für Selbstbehauptung und Konflikttraining angeboten. An der Mittelpunktschule in Gadernheim gab es Anti-Mobbing-Projekte („No Blame Approach“) und Medienpädagogik wurde genauso vermittelt wie die Förderung von Sport, Spiel und Bewegung, sowie die richtige Ernährung.

Gut besucht ist schon seit Jahren das Kinderkino. Die Filmvorführungen im JUZ werden nach dem Rückzug des Kreises durch die Bergsträßer Kommunen in Eigenregie durchgeführt. Im Schnitt kamen im letzten Jahr 38 Kinder zu den zehn Vorführungen.

Eines der arbeitsintensivsten Aufgaben der Lautertaler Jugendpflege sind die Ferienspiele. Ursprünglich von Eberhard Müller und der Lauterner SPD ins Leben gerufen, haben sie sich in den letzten Jahren zu einem Großprojekt mit Beteiligung vieler Vereine und der Lautertaler Schulen entwickelt. In diesem Jahr wurden 30 Veranstaltungen durchgeführt, an denen fast tausend Kinder, Jugendliche und Betreuer teilnahmen.

Für den Jugendrat Lautertal ist die Jugendpflege ein Partner. So berät und unterstützt Peter Schuster die Arbeit des Gremiums. Unter anderem finden jährliche Konzeptionswochenenden in der Jugendbildungsstätte Kröckelbach statt. Die Jugendpflege organisiert und führt auch die Wahlen zum Jugendrat durch und ist stolz auf eine vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung von rund 20 Prozent.

Alle zwei Jahre beteiligen sich Lautertaler Jugendliche am Jugendaustausch in Jugendcamps. 2006 kamen 50 Jugendliche aus Italien, Frankreich und Schottland ins Lautertal, 2008 ging es nach Italien (Dogliani) und 2010 nach Frankreich (Jarnac). In Kooperation mit der APEG, wurde eine Verschwisterung mit der italienischen Kommune Dogliani angeregt.

Letztlich kümmert sich die Jugendpflege noch um die Jugendförderung der Gemeinde Lautertal. Dazu gehört die Bearbeitung der Anträge, Beratung, sowie Organisation und Durchführung der Sitzungen der Förderkommission. Auch um die Förderung von Jugendfreizeiten der Vereine und Verbände bemüht sich die Jugendpflege und ist bei der Antragsbearbeitung behilflich.
Wichtig ist den Jugendlichen und dem Jugendpfleger die Darstellung der Aktivitäten im Netz. So wurde unter www.lautertal.de/jugendpflege eine Homepage eingerichtet, die auch auf dem neuesten Stand gehalten wird.
(Text und Fotos: he)

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