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Meldung:

Lautern, 26. April 2013
Ferienspiele

SPD Lautern regte die Lautertaler Ferienspiele an

Betriebsbesichtigung der Ferienspielkinder mit Organisator Eberhard Müller 1975 bei der Firma Seeger in Beedenkirchen. (Repro: he)
+Betriebsbesichtigung der Ferienspielkinder mit Organisator Eberhard Müller 1975 bei der Firma Seeger in Beedenkirchen.

Von Eberhard Müller und der Lauterner SPD angeregt wurden die Lautertaler Ferienspiele. 1973 fanden die ersten drei Veranstaltungen mit rund 90 Teilnehmern in Lautern statt. Inzwischen haben sich die Spiele in den Sommerferien auf 30 Aktionen mit rund 900 Teilnehmern ausgeweitet.

Organisatoren waren vor 40 Jahren der Jugendclub „Knackwurm“ und die SPD Lautern, der Eberhard Müller vorstand. Die erste Aktion war von gutem Wetter begünstigt. Bei strahlendem Sonnenschein zogen 29 Kinder mit ihren elf Betreuern durch die Fluren des Lautertals. Am Rauhestein bei Gadernheim besuchten die Wanderer einen steinverarbeitenden Betrieb. Besichtigt wurde auch ein Tiergehege an der Neunkirchener Straße.

Der eigentliche Höhepunkt sollte sich aber wieder auf Lauterner Gemarkung abspielen. Am Waldrand gab es eine Grillparty mit Limonade und Bier, vor der die Ausflügler erst einmal trockenes Holz für den Bratrost suchen mussten. Nach dem Essen wurde auf dem Sportplatz der SG Fußball gespielt.

Torwandschießen, Eierlaufen und Sackhüpfen sorgten dann zwei Wochen später drei Stunden lang für Kurzweil. Die Organisatoren hatten in der Festhalle und davor ein „buntes Kinderland“ errichtet, in dem es viel Abwechslung und Spaß gab. Treffsicherheit war beim Büchsenwerfen Trumpf, beim Tauziehen kam es auf Kraft und Geschicklichkeit an. Die größte Gaudi jedoch gab es beim Mumienwickeln mit Toilettenpapier und dem Topfschlagen. „Wer bringt den Luftballon am schnellsten zum Platzen“, „Bäumchen wechsel dich“ und Korbball waren weitere unterhaltsame Spiele. Besondere Talente kamen beim Fingermalwettbewerb zutage.

Zu Ende gingen die ersten Ferienspiele im Lautertal mit einer Busfahrt in den Naturtierpark Erlenbach und zur Neckarschleuse nach Hirschhorn. Dabei war der jüngste Teilnehmer drei Jahre alt, „ein Opa war bereits über das 66. Jahr hinaus“. Im Deutschen Haus in Hirschhorn wurde Rast gemacht, bevor es durch den Odenwald wieder zurück nach Lautern ging.

Aus den bescheidenen Anfängen heraus entwickelte sich eine von vielen Vereinen unterstützte Veranstaltungsreihe, die jedes Jahr von mehreren hundert Kindern besucht wird. Bei den 17. Ferienspielen 1989, die erstmals mit Beteiligung der Jugendpflegerin Angelika Lange stattfanden, wurden schon 300 Teilnehmer gezählt. 2002 erhöhte sich die Anzahl der Veranstaltungen auf fast 20.

Seit 2003 organisiert Jugendpfleger Peter Schuster die Ferienspiele. Während früher in erster Linie Ferienerlebnisse vermittelt werden sollten, kam jetzt eine weitere Zielsetzung hinzu. Gemeinde und Vereine wollten berufstätige Eltern bei der Kinderbetreuung in den großen Ferien unterstützen. Sogar die Möglichkeit einer dreiwöchigen Ganztagsbetreuung wurde angeboten.

In 2012 wurde mit den 40. Lautertaler Ferienspielen ein abwechslungsreiches und spannendes Programm mit rund 30 Veranstaltungen durchgeführt. Diese beinhalteten auch Bildungselemente. 14 Vereine aus Lautertal unterstützten die Spiele, Fahrten und Angebote. Insgesamt zählte die Jugendpflege rund 900 Teilnehmer, eine Entwicklung, die sich der leider viel zu früh verstorbene Eberhard Müller 1973 sicher nicht hätte vorstellen können.

(Text und Repro: he)


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