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Meldung:

Einen schönen Ausblick hat man auf dem alten „Weinweg“ vom Hühnerwald aus auf Gadernheim, Heidenberg, Mittelpunktschule, Raidelbach und den Krehberg.
Gadernheim, 04. Dezember 2012
Odenwaldklub

Zertifizierten Wanderweg oder gemütlichen Rundwanderweg?

Einen schönen Ausblick hat man auf dem alten „Weinweg“ vom Hühnerwald aus auf Gadernheim, Heidenberg, Mittelpunktschule, Raidelbach und den Krehberg.
+Einen schönen Ausblick hat man auf dem alten „Weinweg“ vom Hühnerwald aus auf Gadernheim, Heidenberg, Mittelpunktschule, Raidelbach und den Krehberg.

Einen längeren Qualitätswanderweg in Gadernheim regte OWK-Geschäftsführer Manfred Hering an. Bei einem Treffen auf dem Borstein meinte er, dass dieser Weg den besonderen Richtlinien des Odenwaldklubs entsprechen sollte und dann mit dem Prädikat „Wanderbarer Odenwald“ ausgezeichnet werden könne.

Dieser wohl mit der Bezeichnung L 3 zu markierende Weg müsse unter anderem über zehn Kilometer lang sein, Aussichtspunkte und eine Einkehrmöglichkeit enthalten. Diese und weitere Kriterien hatten bereits der „Felsenmeer-Rundweg“ und die Route vom Borstein zum Schloss Auerbach und zurück nach Lautertal erfüllt und wurden deshalb mit der Bezeichnung L 1 und L 2 ausgezeichnet und zertifiziert (wir berichteten).

In Gadernheim sollte der „Weinweg“ in die neue Route integriert werden, so Hering. Der legendäre Fernweg der Römer führte vom Rhein über Lorsch und Bensheim nach Reichenbach. Dort bog er links ab und schlängelte sich entlang der Graulbach hoch, südlich an Beedenkirchen, dem Schneeberg und Atzenrod vorbei Richtung Brandau. Dort bog er nach rechts ab und ging zwischen dem 387 Meter hohen Hinkelstein und dem 450 Meter hohen Rauhestein und entlang der Lauter bis fast nach Neunkirchen und dann weiter nach Groß-Bieberau.

„Auf dem ,Weinweg‘ kam man hochwassersicher und ohne eine einzige Brücke überqueren zu müssen von Bensheim bis in den Raum Dieburg“ schreibt der Gadernheimer Georg Grohrock in seiner Abhandlung über die Geschichte der Oberdörfer. Nur östlich von Reichenbach am Graulbach und am Gehrenstein in Gadernheim waren zwei relativ kurze Steilstrecken zu bewältigen.

Ob der „Weinweg“ tatsächlich den neuen Anforderungsrichtlinien des OWK („Qualität statt Quantität“) entspricht, oder nicht doch zu einfach zu begehen ist, wird sich zeigen. In den Beratungen des Ortsbeirats wurde auch die Möglichkeit eines kleinen, gemütlichen Rundwanderweges, teilweise auf der Trasse des Weinweges erörtert, der einer Zertifizierung des OWK nicht bedarf.

Nun werden die Möglichkeiten nicht nur im OWK und dem Ortsbeirat, sondern auch im Gadernheimer Verschönerungsverein erörtert. Dort wurde kürzlich Ortsvorsteher Jürgen Machleid zum Vorsitzenden gewählt und hat damit die Chance erhalten, die Interessen des kommunalen Gremiums mit denen des VVG zu bündeln.
(Text und Foto: he)


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