SPD Lautertal
Miteinander – Füreinander

Meldung:

Lautertal, 28. April 2021
SPD Fraktion

"Wir müssen hier initiativ werden!"

SPD will Gespräche zur Sicherung des Lautertaler Waldes starten und plant eine eigene Pflanzaktion im Herbst.

Die SPD-Fraktion in der Lautertaler Gemeindevertretung hat sich in ihren letzten Zusammenkünften eingehend mit den leider durch Trockenheit und Borkenkäferbefall festzustellenden Waldschäden im Gemeindegebiet und dem damit auch in Zusammenhang stehenden Preisverfall auf dem Holzmarkt befasst. „Die Fraktion ist sich einig, dass wir hier initiativ werden müssen“, sagt Albrecht Kaffenberger, Ehrenvorsitzender des Reichenbacher Verschönerungsvereins und Mitglied der SPD-Fraktion. „Schon alleine mit Blick auf uns nachfolgende Generationen, besteht hier dringender Handlungsbedarf, den wir gerne gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern angehen wollen, die das ebenso sehen“. Kaffenberger denkt hier insbesondere an die Möglichkeit einer Aufforstung mit Bäumen, die sich als besonders widerstandsfähig erwiesen haben, wie etwa die Korb-Eiche. „Hier sollte sich die Gemeindevertretung von den Fachleuten des Forstamts beraten lassen und sich die Strategie von Hessen Forst bei der Holzernte und der Aufforstung in einer Ausschusssitzung erläutern lassen“, so Kaffenberger weiter. Hierzu wird die SPD-Fraktion einen Antrag in die Gemeindevertretung einbringen, der auch in der öffentlich geführten emotionalen Diskussion über die Abholzung ganzer Waldbereiche mehr Transparenz erreichen möchte. Die Sozialdemokraten zielen darauf ab, mehr über die Strategie von Hessen Forst zur Stabilisierung und Rettung des Lautertaler Walds zu erfahren. "Wir denken dabei darüber nach, ob es möglicherweise ein richtiger Schritt sein könnte beispielsweise gezielt besonders unwegsamen kommunalen Wald stillzulegen und der Natur völlig zu überlassen. Vielleicht könnte dadurch die Gemeinde auch Öko-Punkte für andere Projekte erwerben." so Fraktionsvorsitzender Tobias Pöselt.

"Wir wollen aber nicht nur über die Auswirkungen des Klimawandels reden, sondern auch selbst mit anpacken", so Kaffenberger. Albrecht Kaffenberger plant gemeinsam mit dem Forstamt im Herbst eine Pflanzaktion. „Bei einer möglichen Aufforstung könnte ich mir auch auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Lautertaler Jugendrat vorstellen“, so Kaffenberger. Erste Kontakte wurden von ihm bereits geknüpft.

„Finanziert werden könnte die Aufforstung mit Geldern aus einem noch bis zum 31. Dezember 2021 gültigen Programm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das zur Unterstützung privater und kommunaler Waldeigentümer geschaffen wurde. Die zur Verfügung stehenden Prämien warten nur darauf, abgerufen zu werden“, hat Kaffenberger bereits einen entsprechenden Hinweis an die Gemeindeverwaltung gegeben.

„Demnach erfüllt die Gemeinde Lautertal alle Voraussetzungen, für die in ihrem Eigentum stehenden 420 Hektar des zertifizierten Gemeindewaldes, die Prämie zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes zu erhalten“, so Pöselt. „Die nicht zurückzahlbare Prämie in einer zu erwartenden Höhe von 42.000 Euro würde allen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen. Denn sicher wollen auch unsere nachfolgenden Generationen in einer waldreichen Umgebung leben“, so Pöselt abschließend.

SPD Lautertal

Sitemap