SPD Lautertal
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Meldung:

05. September 2020

Heinz Eichhorn: "Teure Fehlentscheidung der CDU"

Als eine für die Bürger „teure Fehlentscheidung der CDU“ bezeichnete der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Eichhorn die Ablehnung einer Verbindung zu den Trinkwasserleitungen der Stadt Bensheim vor 25 Jahren. Dadurch wäre einer durchschnittlichen Verbraucherfamilie (Ehepaar mit zwei Kindern) durch höhere Trinkwassergebühren Mehrkosten von mindestens 4.000 Euro in rund 25 Jahren entstanden.

Schon 1993 habe die SPD den Beschluss gefasst „mit Bensheim zur Abdeckung desBedarfs in der Tiefzone Elmshausen einen Verbund über das gemeinsame Baugebiet Freiacker herzustellen“. Dieser Beschluss wäre jedoch von CDU mit Unterstützung der FWGL massiv und emotional kritisiert worden. Mit Plakaten, Flugblättern und Zeitungsberichten über „Unser Wasser“ und die „zwingend notwendige Beibehaltung der Unabhängigkeit gegenüber dem Wasserbeschaffungsverband“ wäre damals beim Wähler Stimmung gegen das Vorhaben der SPD gemacht worden.

Besonders diese öffentliche Stimmungsmache habe damals letztlich zum Sieg der FWGL/CDU-Koalition beigetragen. Nach deren schnellem Ende sei es dann zu einer SPD/CDU-Koalition gekommen, die überraschend gut funktioniert habe. Dies wäre sicher auch das Verdienst der handelnden Personen gewesen, allesamt erfahrene Kommunalpolitiker ohne den Hang zu „missionarischem Eifer“ in den Sachfragen.

Doch trotz der durchweg einvernehmlichen Arbeit seien die Versuche der SPD auf Umsetzung ihres „Wasserkonzeptes“ am Widerstand der CDU und mit deren Drohung zur Auflösung der Koalition gescheitert. Dadurch wären jedoch nicht nur dieProbleme mit der Kommunalaufsicht auf Ausweisung weiterer Wohn- und Gewerbegebiete schwieriger bis unmöglich geworden, sondern auch die Gebühren für das Lautertaler Trinkwasser deutlich höher als im Verbund geblieben.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 40 Kubikmetern pro Person, somit einem Jahresverbrauch eines Vierpersonenhaushaltes von 160 Kubikmeter und einem höheren Preis von mindestens einem Euro pro Kubikmeter, wären der Familie Mehrkosten von wenigstens 160 Euro pro Jahr entstanden. Auf die rund 25 Jahre biszum Umdenken der CDU und dem Anschluss an das Ried über Dritte, hätte dies pro Familie rund 4.000 Euro an Mehrkosten bedeutet.

Bei solchen Zusatzbelastungen sei der ein Vierteljahrhundert zu spät hergestellte Anschluss sicher kein Ruhmesblatt für die CDU, wie sie es in einem Pressebericht darstellen wolle. Stattdessen habe sie entscheidend zu den höheren Mehrausgaben für jeden einzelnen Haushalt während einem Vierteljahrhundert beigetragen.

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