SPD Lautertal
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Meldung:

Lautertal, 06. März 2020
SPD Fraktion

Entlastung für das Felsenmeer

Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung brachte viele neue Ideen

Die einen reden von Bürgernähe, die SPD setzt sie in Taten um. Zum Thema Tourismus am Felsenmeer hatte die SPD-Fraktion der Lautertaler Gemeindevertretung interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer offentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Gastätte „Am Felsenmeer“ eingeladen. Viele Bürger, darunter auch einige Vertreter anderer politischer Mitbewerber und ehrenamtliche Mitarbeiter des Felsenmeer-Informationszentrums, waren am Donnerstagabend (5.3.2020) der Initiative der SPD-Fraktion gefolgt. In sachlicher und ruhiger Atmosphäre gaben SPD-Fraktionsvorsitzender Tobias Pöselt und SPD-Bürgermeister Andreas Heun zunächst einen Überblick zum aktuellen Stand der Parkplatzsitiuation und der Verkehrslenkung der immensen Besucherströme während der besucherstarken Tage, sowie einen Ausblick auf weitere zukünftig geplante Maßnahmen des Gemeindevorstands. Im Anschluss hatten die Bürgerinnen und Bürger ausreichend Gelegenheit, eigene Vorschläge vorzutragen. Bürgermeister Heun dankte für die Hinweise und wird diese durch die Verwaltung prüfen lassen. Im letzten Jahr waren erste Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation - insbesondere für die unmittelbar betroffenen Anwohner - aufgrund eines Antrags der SPD-Fraktion zur Umsetzung gekommen, nachdem der zuständige und mehrheitlich von LBL-/CDU-Gemeindevertretern besetzte Tourismus-Ausschuss keine konkreten eigenen Beschlüsse gefasst und an den Gemeindevorstand verwiesen hatte.



Vorgeschlagen wurde, das Felsenmeer-Informationszentrum (FIZ) mit einer neuen Adresse zu versehen. Derzeit liegt es postalisch im Seifenwiesenweg, was zu Irritationen bei dem beliebten Kartendienst Google-Maps führt, der die Besucher „zielsicher“ zu einer Wiese in der Balkäuser Straße führt. Künftig könnte die Anschrift "Felsenmeer" heißen, wie Wolfgang Hechler vorschlug.



Weiterhin wurde mehr Informationsverbreitung angeregt, um den Parkplatz-Suchverkehr zu reduzieren. Bürgermeister Andreas Heun erinnerte daran, dass die Gemeinde bereits seit dem vergangenen Jahr Durchsagen im Verkehrsfunk veranlasst, wenn sich die Parkplatzbelegung abzeichnet. Helfen soll hier zukünftig eine bessere Beschilderung, mit der die Autofahrer frühzeitig auf andere Parkmöglichkeiten rund um den Felsberg (Römersteine und Ohlyturm) hingewiesen werden sollen. Auch der Aldi-Parkplatz in Reichenbach und das Areal an der Lautertalhalle könnten genutzt werden.



Gemeindevertreter Peter Rohlfs (LBL) sieht eine Verbesserung im Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und hier speziell in der Anbindung des Felsenmeer-Parkplatzes an den Wochenenden und in einer Verlängerung der Buslinie zwischen Reinheim und Brandau bis zum Ausweichparkplatz an der Lautertalhalle. Gemeindevertreter Olaf Krämer (CDU) sah dies aber kritisch, würde dies eventuell noch mehr Besucher bedeuten, die dann noch nicht einmal mit Parkgebühren Geld in die Gemeindekasse bringen würden. Dies sah auch Klaus Ertl (SSV Reichenbach) so. Die Besucher kämen teilweise von sehr weit her und würden wegen eines Linienbusses am Felsenmeer ihr Auto nicht zu Hause lassen.
Ertl plädierte wie andere dafür, die Besucherzahlen einzuschränken. Dem pflichtete auch Mathias Galter vom FIZ bei. Eine Möglichkeit dazu sei der Aufbau einer Internet-Kamera am Parkplatz, mit der bereits zu Hause nachgeschaut werden könne, wie viel am Felsenmeer los sei, um den Besuch gegebenenfalls zu verschieben. Zudem wies er daraufhin, dass Wiesen-Parkplätze oft aufgrund der schlechten Befahrbarkeit nicht genutzt werden könnten. Eine bessere Befestigung sei hier unbedingt erforderlich, wie auch Felix Bracks anregte.



Galter mahnte zudem an, dass das Felsenmeer kein Freizeitpark, sondern ein Naturschutzgebiet sei und dringend mehr Schutz brauche. Dieser Punkt soll bei einer weiteren Veranstaltung, zu der Tobias Pöselt einladen möchte, besprochen werden. Dabei soll es um die vielfältige Nutzung von Wanderern, Kletterern, Radfahrern und Reitsportler gehen.



Von Helmut Lechner (SPD) erfuhren die Anwesenden noch, wie schwierig sich die Bemühungen gestalten, einen Investor für das 4000 m² große Gelände am ehemaligen Gasthaus Zur Siegfriedsquelle zu finden. Vorstellbar sei daher ein Abriss des Gebäudes, ein gemeinsames Projekt mit der Gemeinde oder ein Verkauf an die Gemeinde.



Bevor Tobias Pöselt die muntere Disskussionsrunde beendete, hatte noch einmal Bürgermeister Heun das Wort. Er kündigte eine leichte Verbesserung durch die Herstellung von weiterem Parkraum am Parkplatz Römersteine, die Beibehaltung der Absperrmaßnahmen und auch zukünftige Kontrollen des Parkraums mit eigenem Personal ab dem Jahr 2021 nach dem Ende des gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks mit der Stadt Bensheim an. Deutlich machte er dabei aber auch, dass diese Maßnahmen naürlich mit Kosten verbunden sind, die von der Gemeindevertretung gebilligt werden müssten.

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