SPD Lautertal
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Pressemitteilung:

16. Januar 2020
SPD Lautertal

Gekämpft bis zum letzten Atemzug

Walter Molzahn wäre am 26. Januar 100 Jahre alt geworden – Gedenkfeier auf dem Reichenbacher Friedhof

Er wurde oft als der „große Mann der Reichenbacher SPD“ bezeichnet. Ihr gehörte er 58 Jahre lang an, zuerst als einfaches Mitglied, später als Vorsitzender und Ehrenvorsitzender. Und für sie kämpfte er nach eigenen Aussagen „bis zum letzten Atemzug“. Am Sonntag (26.01.) wäre Walter Molzahn 100 Jahre alt geworden.
Molzahn wurde in Pommern geboren und kam nach dem Krieg mit seinem Kameraden Hans Volk nach Reichenbach. Hier fand der Metallarbeiter bald eine Tätigkeit bei der Firma Balke, die nach dem Krieg in der TSV-Turnhalle eine Fertigungsstätte eingerichtet hatte. Nur wenige Schritte neben seinem Arbeitsplatz wohnte seine spätere Frau Gretel Peter, mit der er zwei Kinder hat.
Aus fester Überzeugung trat er 1950 in die Industriegewerkschaft (IG) Metall ein und gehörte dem Betriebsrat der inzwischen nach Frankenthal verlegten Firma an. Als Eberhard Müller den örtlichen DGB in den 1970-er Jahren wiederbelebte, machte Molzahn im Vorstand mit. Diese Funktion hatte er bis 2003 inne und wurde 2010 für 60-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit geehrt.
1954 wurde Walter Molzahn Mitglied bei der Sänger- und Sportvereinigung (SSV), die damals eine Fußballabteilung gründete und sich im Seifenwiesenweg einen Sportplatz baute. Daran arbeitete Molzahn tatkräftig mit und wurde auch mehrfach als Kassenprüfer gewählt. 1979 ehrten ihn die Rot-Weißen als Gründungsmitglied, 1994 für 40-jährige und 2004 für 50-jährige Mitgliedschaft.
Der SPD Reichenbach, der er ebenfalls 1954 beitrat, stand er zwölf Jahr vor. 1986 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt und kämpfte für „seine Partei“, so wie er oft ankündigte, „bis zum letzten Atemzug“. Solange es gesundheitlich möglich war, arbeitete er im Vorstand mit, führte die Arbeitsgemeinschaft 60 Plus und nahm bis 2003 an nahezu allen öffentlichen Veranstaltungen teil.
Als Ostseedeutscher setzte er sich früh für eine Verständigung zwischen Deutschland und Polen sowie den westlichen europäischen Ländern ein. Dazu arbeitete er im Bund der Vertriebenen (BdV), der Landsmannschaft der Ostseedeutschen und im deutsch-polnischen Freundeskreis mit. Vogelschützer war Molzahn schon, bevor sich in Reichenbach eine Schutzgruppe bildete.
Die Dorfverschönerung unterstützte er bereits in den 1950-er Jahren, war Gründungsmitglied des Verschönerungsvereins am 10. Juni 1974, wurde 1999 für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt und hielt dem Verein bis zu seinem Tod im Jahre 2012 die Treue. Molzahns großes Engagement in vielen Funktionen und Vereinen wurde mit der Verleihung des Landesehrenbriefes gewürdigt.
Am Sonntag (26.) wollen seine Familie und Vertreter der Lautertaler SPD aus Anlass des 100. Geburtstags von Walter Molzahn dem verdienten Reichenbacher an seinem Grab auf dem alten Friedhof gedenken. Dort wird Wolfgang Hechler, langjähriger Freund und Weggefährte Molzahns, eine Gedenkrede halten und im Namen der SPD Lautertal und der SPD Reichenbach Blumen niederlegen. Später soll gemeinsam das Mittagessen im SSV-Heim eingenommen werden, dessen Bau Walter Molzahn ebenfalls tatkräftig unterstützt hatte.
Foto Walter Molzahn

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