SPD Lautertal
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Pressemitteilung:

Lautertal, 10. August 2019
SPD Fraktion

SPD fordert mehr Ladestationen für E-Autos

Die Lautertaler Sozialdemokraten machen sich für eine verbesserte Infrastruktur stark

„Geeignete Ladestationen für Elektro-Mobilität und für Carsharing-Anbieter“ sollen nach Vorstellung der SPD-Fraktion „in möglichst vielen Ortsteilen errichtet werden“. Dafür sollen bevorzugt „private regionale Anbieter zur Einrichtung dieser Standorte gefunden werden“, teilte Fraktionsvorsitzender Tobias Pöselt nach der jüngsten Zusammenkunft der Sozialdemokraten mit.
Leider habe die deutsche Automobilindustrie die Umstellung von Festbrennstoffen auf Strom „weitgehend verschlafen“. Bereits 2010 habe die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) zusammen mit der Kanzlerin vollmundig angekündigt „international zu den Marktführern bei den Elektro-Fahrzeugen und den notwendigen Zuliefertechniken zu werden und bis 2020 eine Million E-Autos auf die Straße zu bringen“. Tatsächlich wären es im Jahre 2018 aber nur 36.000 geworden, bei 3,4 Millionen Neuzulassungen also gerade mal ein Prozent.
Die Gründe hierfür wären einleuchtend. In Deutschland gebe es viel zu wenig Ladestationen für E-Autos. Bei der von der NPE angepeilten einer Million Elektrofahrzeugen wäre die Installation von mindestens 70.000 öffentlichen Normalladepunkten (AC-Ladepunkten) und 7.100 öffentlichen Schnellladepunkten (DC-Ladepunkten), sowie rund eine Million private Ladepunkte notwendig. Um von der Umstellung profitieren zu können, müsste eigentlich jeder E-Wagen-Besitzer sein Fahrzeug zu Hause an der Steckdose aufladen und unterwegs an vielen Ladestationen nachladen können. In Lautertal gäbe es bisher lediglich eine öffentlich zugängliche Ladestation am Felsenmeer.
Da trotz der jahrelangen Versäumnisse mit einer Umstellung des Verbraucherverhaltens gerechnet werden könne, müssten besonders die ländlichen Kommunen Vorbereitung für diese Phase treffen. Denn nach Ansicht der SPD-Fraktion biete die Elektromobilität neben Wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen eine große Chance für die Energiewende auf dem Land.
Eine wichtige Säule im Verkehrswesen ist nach Ansicht der SPD-Fraktion das Carsharing. Es ergänze den ÖPNV für zum Beispiel Einkaufsfahrten und biete die Chance, PKW`s effektiver zu nutzen. Entwickelt habe sich dieses System des Teilens aus privaten Initiativen heraus und werde heute nach Information der Anbieter von rund 2,5 Millionen Menschen genutzt. Dabei treten Mobilitätsdienstleister als professionelle Vermieter von Autos an ihre Kunden auf. Im Gegensatz zu klassischen Autovermietungen berechnen Carsharing-Anbieter die Nutzungsgebühren oft minuten- und/oder kilometergenau. Das System erspare den Landbewohnern den Kauf von Autos und beschränke die Kosten auf die reine Nutzung, ist Pöselt überzeugt.

SPD Lautertal

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