SPD Lautertal
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Pressemitteilung:

Lautertal, 06. August 2019
SPD Fraktion

Lautertal soll noch mehr Wald bekommen

Fraktion will in der Gemeinde neue Bäume pflanzen und beschädigte schnell ersetzen

Nahezu verdoppelt hat sich in den letzten 150 Jahren das unbrennbare, saure und farblose Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO 2). Dies trug wesentlich zur Erderwärmung bei. Um es stärker am Boden zu binden, schlägt die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung nun die Anpflanzung neuer Bäume und die Wiederaufforstung beschädigter Flächen in einer Gemeinschaftsaktion „Saturdays for forest“ vor.
In Deutschland, so Fraktionsvorsitzender Tobias Pöselt und Gemeindeverteter Albrecht Kaffenberger, sei der Waldanteil nach wie vor hoch. Trotz Industriealisierung, Verkehrserschließung und Ausdehnung der Wohnbebauung betrage er immer noch 32 Prozent. Das waldreiche Hessen habe einen Anteil von 42 Prozent und die Wälder in Lautertal schätzten beide gar auf über 50 Prozent der Gemarkungsfläche von knapp 32 Quadratkilometern. Und durch die zurückgehende Landwirtschaft hole sich die Natur im Tal viele der Flächen wieder zurück, die ihr der Mensch über Jahrhunderte hinweg genommen habe.
Die Probleme weltweit wären jedoch die derzeit erschreckend großen Waldbrände in Sibirien und Kanada, verursacht durch die Erwärmung des Bodens und der Luft, sowie die Entwicklung besonders in Südamerika. Dort würden ständig riesige Flächen des Regenwaldes abgeholzt werden, um Rinder für den späteren Verkauf und Verzehr insbesondere in Europa weiden zu lassen. Deshalb wäre es auch für Deutschland geradezu eine Pflicht, den eigenen Waldanteil weiter zu erhöhen, damit mehr CO 2 zu binden und einen kleinen Beitrag zur Verhinderung einer Klimakatastrophe zu leisten.
Der SPD-Fraktion schwebt vor, beschädigte gemeindliche Flächen des Waldes mit Unterstützung durch das Forstamt im Herbst oder Frühjahr wieder aufzuforsten. Auch die Privatwaldbesitzer sollten dies mit ihren Flächen tun. Die neuen Bäume könnten in einer Aktion „Saturday for forest“ nach Abstimmung mit dem Förster durch junge und alte Ehrenamtliche gesetzt und bei der Pflanzung und Pflege von diesem überwacht werden. Die Fragen des Versicherungsschutzes solle vom Gemeindevorstand geklärt werden.
Damit, so die SPD-Fraktion, könne Lautertal „gemeinsam und überparteilich“ einen „kleinen Beitrag zur Lösung der Klimaprobleme“ leisten, der wenig Geld koste. Kaffenberger schwebt sogar vor, aus der Wiederaufforstung für die Gemeinde ein „Nullsummenspiel“ zu machen. Nach seinen Erfahrungen gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die zur Erhaltung unserer heimischen Wälder gerne auch einen finanziellen Beitrag leisten und Setzlinge spenden würden.
In der ländlichen Gegend des Lautertals gäbe es jedoch noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten zur Bindung des Treibhausgases, das infolge der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Holz unsere Atmosphäre zerstört. So könnten die heimischen Gärten naturnaher gestaltet werden: „Bäume und Sträucher statt Steinwüsten“ sollte hier die Parole lauten. In den Randgebieten könne auf die Verschmutzung der Luft durch Nutzfeuer verzichtet und statt dessen kompostiert werden.
Auch bezüglich der Bebauung sehen die Sozialdemokraten Möglichkeiten einer klimagerechten Gestaltung der Dörfer. Statt immer neue Baugebiete mit zusätzlichen Straßen und Befestigungen auszuweisen, sollten stärker die auch im regionalen Raumordnungsplan geforderte Verdichtung der bestehenden Baugebiete verfolgt werden. In allen Ortsteilen gäbe es eine ganze Reihe von unbebauten Grundstücken entlang der bestehenden Straßen, so dass für weniger Geld und ohne weitere Beschädigung der Natur Häuser gebaut werden könnten.

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